banner.jpg
  • Apothekerin Sandra Dietrich-Siebert
  • Bahnhofstr. 30
  • 59929 Brilon
  • Telefon: (02961) 966100
  • Fax: (02961) 9661030
Anmelden | Registrieren
Drucken

ADHS – hyperaktive Kinder: Warum ist die genaue Diagnose so wichtig?

Warum ist die genaue Diagnose, das heißt auch der Ausschluss anderer Erkrankungen, zum Beispiel einer Epilepsie, so wichtig? Aus der "Experten-Sprechstunde Kinderkrankheiten"


EEG: Bild einer Hirnstromkurve

Kinder mit ADHS entwickeln aufgrund der Misserfolge im schulischen und sozialen Bereich (das bedeutet auch: aufgrund einer geringeren psychischen Belastbarkeit und gestörten Fähigkeit zur Konfliktverarbeitung) häufig sogenannte sekundäre Störungen. Das heißt, sie besitzen eine erhöhte Anfälligkeit für zusätzliche psychische Erkrankungen. Diese können natürlich auch als eigenständiges Krankheitsbild auftreten. Infrage kommen beispielsweise:

  • Aggressive Störungen
  • Angststörungen (psychoneurotische Störung mit ungerichteter Angst und oft auch zwanghaft sich wiederholenden Handlungen oder Gedanken)
  • Depressionen
  • Persönlichkeitsstörungen (zum Beispiel Hysterie)


Vor allem vor einer medikamentösen Behandlung müssen eventuelle Begleiterkrankungen wie zum Beispiel die zuvor genannten Nervenkrankheiten, aber auch andere Erkrankungen sehr sorgfältig ausgeschlossen werden, weil der Therapieansatz jeweils ganz unterschiedlich ist.

Unter Epilepsie werden alle Formen chronischer Gehirnkrämpfe zusammengefasst. Diese lassen sich meist leicht vom ADHS abgrenzen, sollten aber im Zweifelsfall mittels eines EEG (Elektroenzephalogramm oder Hirnstromkurve) im Rahmen der Diagnostik ausgeschlossen werden.



Dr. med. Christa Kappler,
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Reinhardt,
ehem. Direktor des Dr. von Haunerschen Kinderspitals, Universität München


Die Experten der "Sprechstunde Kinderkrankheiten" beantworten zahlreiche interessante Fragen rund um die Kindergesundheit.


Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



Körperatlas:

Einblicke ins Innenleben

Reisen Sie durch den Körper

Lernen Sie Gelenke, Muskeln, Nerven und andere Organe kennen – interaktiv »

www.baby-und-familie.de; 19.11.2008, aktualisiert am 15.09.2011
Bildnachweis: Thinkstock/ iStockphoto

© Wort & Bild Verlag GmbH & Co KG